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Volksoper Wien Orchestergraben

Beflügelt vom Umbau der Galerie und der damit verbundenen außergewöhnlichen Verbesserung der Hörqualität, wagte man sich an eine weitere, sehr heikle Zone - an den Orchestergraben. 1997 erhielt die Volksoper einen zweigeteilten höhenregulierbaren Orchestergraben, der es ermöglicht, flexibel auf verschiedene Bespielungsvarianten reagieren zu können. (Verschiedene Grabengrößen und -höhen, plus geeignete Lagermöglichkeiten.) Die Wände und Brüstungen des Grabens wurden nach dem Stand der Technik errichtet, die Akustik im Graben war aber nach wie vor verbesserungswürdig. Nach Durchführung einer exakten akustischen Rastermessung wurden auch hier die Problemzonen ausgemacht und Planungsvarianten ausgearbeitet.

Natürlich mussten auch die aktuellen, sehr strengen Brandschutzbestimmungen eingehalten werden. In den Sommerpausen 2017 und 2018 wurden die Wände und Brüstungen des Orchestergrabens mit variablen und anpassungsfähigen Akustikelementen errichtet. Auch in diesem Bereich war nach dem Umbau eine deutliche Verbesserung zu bemerken, die "Hörsamkeit" oder die "Durchhörbarkeit" im Graben ist seitdem wesentlich höher. Die neuen Parameter erleichtern die Arbeitssituation der Orchestermusiker/innen und Dirigenten, da eine gegenseitige akustische Wahrnehmung deutlich verbessert ist. Andererseits wird die Energieübertragung vom Orchestergraben in den Publikumsbereich besser angepasst.

Da es im Vorfeld immer sehr schwierig ist festzustellen, wie Publikum/Musiker/innen neue akustische Gegebenheiten rezipieren, wurde der Orchestergraben im Zuge der Rastermessung an den Messpositionen auralisiert, um die akustischen Auswirkungen vor bzw. nach dem Umbau vergleichbar zu machen.


Projektpartner: Peter Brauneis
Fotos: Stefanie Waldecker

THEMA: Der Umbau der Volksoper / Rastermessung